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Dr. Jens Gerhardt, CEO der HanseYachts AG © Hartmut Zielke (HW) Vor Ort (v.l.n.r.:) Dr. Jens Gerhardt, CEO der HanseYachts AG, und Heiko Zimmermann, Projektleiter hanseboot

Saskia Joehnk | 25.10.2013



Der Norden in seinem Element

Rund 80.000 Besucher aus dem In- und Ausland kamen vom 26. Oktober bis 3. November zur hanseboot. Durch die höhere Auslastung der Ausstellungsfläche und eine kompaktere Hallenaufplanung war die Atmosphäre in den Hallen lebendiger und geschäftiger als im Vorjahr. „Die Stimmung bei unseren Ausstellern und Besuchern war von Anfang an sehr gut. Gute Geschäfte und zahlreiche neue Kundenkontakte haben den Stellenwert der hanseboot als wichtigster Treffpunkt und Marktplatz der Branche in Nordeuropa unterstrichen“, so Aufderheide.

Unter dem Slogan „Der Norden in seinem Element“ und mit verstärktem Besuchermarketing in Skandinavien konnte die Internationale Bootsmesse Hamburg ihre Position als führende Bootsmesse für die nordeuropäischen Reviere stärken. Vor allem das „Skandinavien-Wochenende“, bei dem am 2. und 3. November Besucher aus Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland sowie den baltischen Staaten freien Eintritt hatten, motivierte zahlreiche Wassersportler aus diesen Ländern zu einem hanseboot-Abstecher nach Hamburg.

In den sieben Messehallen auf dem B-Gelände der Hamburg Messe zeigten rund 600 Aussteller aus 18 Nationen an die 400 Boote und Yachten unterschiedlichster Größen- und Preisklassen sowie Ausrüstung, Zubehör und maritime Dienstleistungen. Das Rahmenprogramm der 54. hanseboot mit erlebnisreichen Aktionen auf dem Wasserbecken der hanseboot arena und in der Jollen-Einsteiger arena sowie lehrreichen Angeboten wie der Refit arena und der meet the experts-Bühne wurde gut und gerne angenommen.

Gemäß einer repräsentativen und unabhängigen Befragung der Besucher ist der häufigste Grund für einen Besuch der Bootsmesse die Suche nach Informationen über Neuheiten (58 Prozent). Mehr als im vergangenen Jahr wollten die Besucher zudem Beratung bekommen (36 Prozent; plus neun Prozentpunkte) oder Produkte kaufen (26 Prozent; plus vier Prozentpunkte). Entsprechend hat der Käuferanteil um drei Prozentpunkte auf 36 Prozent zugenommen.

Die Zahlen spiegeln sich auch in den Aussagen der Aussteller wider. So wurde die hohe Fachkompetenz und die Qualität der hanseboot-Besucher vielfach gelobt. Dass es sich bei den Einkäufen nicht nur um Ausrüstung und Zubehör handelt, zeigen zahlreiche Bootswerften und Yachthändler, die sich am Ende der hanseboot über neue Aufträge und Verkaufsabschlüsse freuten. Die HanseYachts AG aus Greifswald sorgte mit der Premiere der neuen Varianta 37 zum Einführungspreis ab 77.777 Euro für Aufsehen und konnte im Verlauf der Messe allein für dieses Modell zehn Kaufverträge unterzeichnen. Und auch ein lukratives Geschäft zwischen Ausstellern wurde auf der hanseboot abgeschlossen: Das Charterunternehmen 1. Klasse Yachten aus Heiligenhafen orderte bei BM-Yachting aus Flensburg, Händler der französischen Bénéteau-Werft für die Nord- und Ostseeregion, gleich elf Segelyachten von 34 bis 48 Fuß, darunter allein vier Mal die neue Oceanis 38.

Auch der Deutsche Boots- und Schiffbauer-Verband (DBSV) als ideeller Träger der hanseboot zeigt sich mit dem Messeverlauf zufrieden. „Das neue Hallenkonzept mit der Belegung der gesamten B-Hallen wurde gut angenommen“, erklärte DBSV-Geschäftsführer Claus-Ehlert Meyer. „Dieser Rahmen und diese Struktur sind nun eine solide Ausgangsbasis, um gleich im Anschluss an die diesjährige hanseboot mit der konzeptionellen Planung für das kommende Jahr zu beginnen. Die DBSV-Mitglieder auf unserem Gemeinschaftsstand waren zufrieden und haben viele konkrete Aufträge erhalten. Die absolute Trendwende ist noch nicht erreicht, aber die Stimmung wird deutlich besser. Besonders freut mich, dass unsere Sonderschau, auf der verschiedene Bootsbauer ganz besondere Yachten und Jollen präsentiert haben, enorme Begeisterung bei den Besuchern ausgelöst hat.“

Auf einem über 700 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand zeigten Aussteller aus dem Partnerland Estland innovativen und hochwertigen Bootsbau und machten Lust, die rund 3.800 Kilometer estnische Küstenlinie sowie über Tausende kleiner Inseln als Wassersportrevier zu entdecken. „Partnerland auf der hanseboot 2013 zu sein, war für uns viel mehr als ein Einzelprojekt. Das übergeordnete Ziel ist es, die Partnerschaft zwischen Estland und der Metropolregion Hamburg weiter auszubauen – in der Wirtschaft, im Tourismus, in der Kultur, zwischen den Häfen und Unternehmen“, sagte Riina Leminsky, Leiterin der estnischen Wirtschaftsförderung Enterprise Estonia in Deutschland. „Obwohl unsere Aussteller unterschiedliche Erwartungen an die Messe hatten – von der Suche nach neuen Händlern bis hin zu direkten Verkaufsverhandlungen – sind alle zufrieden und mit neuen Kontakten sowie neuen Aufträgen abgereist. Derzeit sehen die Perspektiven sehr gut aus, dass wir auch im nächsten Jahr wieder mit dem Gemeinschaftsstand vertreten sind.“



„Getreu dem Motto ‚nach der hanseboot ist vor der hanseboot‘ haben wir schon jetzt mit den Planungen für das kommende Jahr begonnen“, sagte Aufderheide mit Blick auf das Jahr 2014, für das die Stadt Hamburg das „Jahr des Wassersports“ ausgerufen hat. „Der Titel bietet den idealen Rahmen, um die 55. hanseboot mit neuen Konzepten und Aktionen für Aussteller und Besucher noch attraktiver zu gestalten. So freuen wir uns schon jetzt auf das Come-back des hanseboot-Hafens im City-Sporthafen am Baumwall, wo nach Abschluss der aufwendigen Baumaßnahmen für den Gewässer- und Hochwasserschutz eine neu gestaltete Uferpromenade zum Flanieren einladen wird.“

Nächste hanseboot und hanseboot ancora boat show 2014:
Die hanseboot 2014, 55. Internationale Bootsmesse Hamburg, findet vom 25. Oktober bis zum 2. November 2014 statt.
Vom 23. bis 25. Mai 2014 wird unter der Federführung des hanseboot-Teams die hanseboot ancora boat show in der ancora marina in Neustadt in Holstein durchgeführt.



Motoryacht Sealine S450 © Hartmut Zielke (HW) Die 13,90 Meter lange Motoryacht Sealine S450 kündigt auf dem Jungfernstieg/ Ecke Reesendammbrücke eindrucksvoll die 54. hanseboot in den Messehallen an.

Rund 80.000 Besucher kamen zur 54. Internationalen Bootsmesse Hamburgr für die Bootsmesse hanseboot

„Unsere Bilanz nach neun Tagen hanseboot ist positiv“, sagte Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH, zum Abschluss der 54. Internationalen Bootsmesse Hamburg am Sonntag. „Vor allem das neue Hallenkonzept mit der Belegung des kompletten B-Geländes hat sich als Schritt in die richtige Richtung erwiesen und wurde von Ausstellern aus sämtlichen Bereichen gelobt.“



Quelle:hanseboot.de

 

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